Bus-Sicherheitstraining

Mit dem Schuleintritt endet für die meisten Kinder die Zeit, in der sie mit dem Auto in den Kindergarten gebracht werden. Viele fahren nun als Schulkinder zum ersten Mal alleine mit dem Bus. Der Grundschule Niederbergkirchen ist es sehr wichtig, dass...

... unsere Schüler sicher in die Schule gelangen und mittags wieder unbeschadet zu Hause ankommen. Daher wurde in Zusammenarbeit mit der Polizeiinspektion Mühldorf und dem Busunternehmen Stoiber für die Schulanfänger und die Vierklässler in Niederbergkirchen ein Bussicherheitstraining durchgeführt.

Die beiden Jugendbeamten Melanie Bart und Jürgen Schneider kamen an die Grundschule und trainierten mit den Kindern das richtige Verhalten beim Warten auf den Bus, beim Einsteigen, während der Fahrt sowie beim Verlassen des Busses an der Bushaltestelle.

Den Sinn des richtigen Verhaltens verdeutlichten die beiden Polizisten dabei den Schülern äußerst anschaulich. Wie schnell man im wahrsten Sinn "unter die Räder kommen" kann, zeigte der Versuch mit einigen Pylonen. Wer zu nah am Straßenrand steht, kann sehr leicht vom Bus erfasst werden, da dieser weit ausschwenkt.

     

Bei einem weiteren Versuch sollten die Schüler ohne Regeln einsteigen. Drängeln und Schubsen war ausdrücklich erlaubt. Es dauert eineinhalb Minuten, bis zwei Klassen auf ihren Plätzen saßen. Beim zweiten Durchgang in einer geordneten Reihe schaffte es die gleiche Gruppe in knapp einer Minute und ohne "Blessuren". 

Wie wichtig das Sitzenbleiben im Bus ist, wurde schnell deutlich, als die Busfahrerin mit nur etwa 10 km/h eine kurze Strecke zurücklegte und dann eine Vollbremsung durchführte. Die Schüler mussten sich schon richtig gut festhalten, um nicht nach vorne geschleudert zu werden. Man konnte sich lebhaft vorstellen, wie groß erst die Kräfte sein müssen, wenn sich der Bus mit etwa 50 km/h einer Haltestelle nähert oder mit noch höherer Geschwindigkeit auf einer Landstraße. Einen Tipp hatte Herr Schneider für die Kinder: wer den Schulpack während der Fahrt auf den Schoß legt, hat eine Art "Airbag".

Beim Verlassen das Busses muss man außerdem immer warten, bis der Bus die Haltestelle verlassen hat. Der tote Winkel ist sehr groß. Frau Bart und Herr Schneider veranschaulichten den Bereich mit einer großen Fläche. Alle Kinder hatten darin Platz und die Fahrerin konnte niemanden im Spiegel sehen.

     

Welchen Schaden nämlich ein Bus mit einem Gewicht von 11 Tonnen anrichtet, erlebten die Kinder, als der Bus über einen mit Wasser gefüllten Kanister fuhr. Hier konnten sich die Kinder gut ausmalen, welche Verletzungen das an einem Fuß oder einem anderen Körperteil wie etwa dem Kopf verursacht hätte.

      

 Vielen herzlichen Dank an Frau Bart und Herrn Schneider sowie der Fahrerin Sabine vom Busunternehmen Stoiber für die informative und kurzweilige Unterrichtsstunde.